Es schmeggt nach Desinfektionsmittel

Social-Distancing, Masken und Spuckschutz, Desinfektionsmittel und Händewaschen. Die Umsetzung der COVID-19 Massnahmen vom BAG fordern jeden Verein. Die Vorgaben sind klar, die Umsetzung aber nicht immer einfach. Der Vorstand der Räpplischpalter hat dies bravourös umgesetzt und so einen Rahmen geschaffen, wo es jedem Mitglied ermöglicht, die Regeln ohne grosse Einschränkungen einzuhalten.

Die Probesaison hat nach den Sommerferien begonnen. Soweit fast alles normal. Wenn man aber die Türe des Räppli-Kellers öffnet hat man das Gefühl, man betritt einen Operationssaal des Klinikum II im Unispital Basel. Statt des gewohnten Geruchs nach Mehlsuppe und Cordon Bleu steigt einem einen beissenden Geruch von Reinigungs- und Desinfektionsmittel in die Nase. Spätestens jetzt merkt man, dass eben doch nicht alles ganz normal ist. Am Boden sind mit Klebeband Markierungen angebracht, wo sich jedes Mitglied während der Probe darin Aufhalten muss um den Mindestabstand zu gewährleisten. Die einzelnen Register sind so platziert, dass man sich gegenseitig nicht die eventuellen Viren ins Gesicht bläst. Auch der Ablauf der Probe hat sich ein wenig verändert, was von einigen aber auch wieder als positiv bewertet wird. Zwanzig Minuten Proben, alle verlassen den Raum, Lüften für fünfzehn Minuten, Hände desinfizieren und alles wieder von vorne mit dreimaligem Durchlauf. Damit das Ganze auch mit der vorgeschriebenen maximalen Besetzung des Kellers funktioniert, wird jeweils in der Vorwoche nach Register, die Anzahl der Probeteilnehmer mittels Doodle organisiert.

Aussergewöhnliche Zeiten erfordern auch aussergewöhnliche Massnahmen und diese werden wie bereits Eingangs beschrieben vom Vorstand, der Musikkommission und auch von den einzelnen Mitgliedern vorbildlich umgesetzt. An dieser Stelle «e härzliggs Danggerscheen» an alle. Wir freuen uns jetzt schon darauf wenn wir hoffentlich bald sagen können «es schmeggt nach Fasnacht» und nicht nach Desinfektionsmittel.

Fasnacht 2021 – Neu drei Cortège Tage

Gerüchten zur Folge plant das Fasnachts-Comité an der kommenden Fasnacht 2021 die Cortège Tage um einen zu verlängern. Grund dafür ist der Ausfall der Basler Fasnacht 2020. Diese Gerüchte erhärteten sich heute mit der offiziellen Anfrage des Fasnachts-Comité an den Vorstand der Räpplischpalter, ob es uns möglich sei, an der kommenden Fasnacht nicht nur am Montag und Mittwoch, sondern auch am Dienstag einen Cortège zu bestreiten. Diese Anfrage komme schon sehr frühzeitig, da dieser Entscheid eine erweiterte Planung der Strassenfachnacht mit sich ziehen würde – so Pia Interbitzin, Obfrau des Baslers Fasnachts-Comité.

Die Guggenkonzerte am Dienstag Abend auf dem Marktplatz und Seibi würden wie in den vergangenen Jahren gewohnt statt finden, jedoch müsste die Route des Sternmarsches aus zeitlichen Gründen um die Hälfte gekürzt werden. Besammlung und Start werde ab der Schifflände geplant. Was mit der Kinderfasnacht am Dienstag Nachmittag geschieht ist noch offen. Man könne sich vorstellen, diese eventuell auf den Sonntag Nachmittag als „Vorfasnachtsveranstaltung“ vor zu verlegen, so Interbitzin.

Bei den Räpplischpalter renne man mit dieser Idee offene Türen ein – berichtet Sven Oertle, Präsident der Räpplischpalter – auf eine telefonische Anfrage. Einzige Auflage: „Wir bestehen darauf, den zusätzlichen Cortège am Dienstag im Stamm zu laufen“. Man könne sich Seitens Vorstand auch vorstellen, das Fasnachts-Comité bei der Planung aktiv zu unterstützen und Ressourcen aus den eigenen Reihen zur Verfügung zu stellen.

Des weiteren wird auch geprüft, die Comité Standorte auf dem Cortége auf alle drei Tage zu verteilen, damit es auf der Route weniger Stau geben würde. Leider fehlt uns dazu noch die Meinung unseres Majors, da er am Morgen telefonisch nicht erreichbar war.

Die Entscheidung des Comités über diese Anpassung der Strassenfasnacht 2021 werde in den nächsten Tagen kommuniziert.

Wie der eifrige Leser sicherlich bemerkt hat, handelt es sich dabei um einen 1. April Scherz… 😉

Das Cordon Bleu

Das Cordon Bleu zählt neben dem Gerstensaft und diversen Mixgetränken zu einem der Grundnahrungsmittel der Räppli. Nebst dem diese Speise an diversen Anlässen, unter anderem auch an der Fasnacht verzehrt wird, hat das Cordon Bleu bei den Räppli einen eigenen Feiertag. Der sogenannte, jährlich wiederkehrende «Cordon Bleu Plausch» zählt zu einem Highlight des Vereinsjahres, dass jedes Jahr unzählige Gäste in den Keller lockt. Nun, was ist das Cordon Bleu eigentlich und woher kommt sein Ursprung?

Wo und wann das erste Cordon bleu entstanden ist, ist nicht genau überliefert. Gemäß dem Kulinarischen Erbe der Schweiz ist der Erfindungszeitpunkt auf Anfang 19. Jahrhundert zurückzuführen.

Die Entstehungsgeschichte ist historisch insoweit zurück verfolgbar, als diese von einem pensionierten Küchenchef und Kochlehrer namens Otto Ledermann, der als 85-Jähriger berichtete, die Geschichte von seinem Schwager gehört zu haben, der sie von einem Historiker im Wallis erfahren hatte.

Damals bestellte eine 30-köpfige Gesellschaft in einem Restaurant bei Brig im Wallis Schweinscarré. Zufälligerweise fand sich dann eine weitere Gesellschaft gleicher Anzahl ein, die nicht angemeldet war und die ebenfalls Schweinscarré wünschte. Anfangs des 19. Jahrhunderts war es noch nicht möglich, dieses so rasch nachzuliefern, sodass die Köchin ihre ganze Erfindungsgabe einsetzen musste, um die doppelte Anzahl Personen mit dem vorhandenen Fleisch verköstigen zu können.

So kam sie auf die raffinierte Idee, die Schnitzel schmetterlingsartig aufzuschneiden und mit Walliser Rohschinken und Raclettekäsescheiben so zu strecken, dass es für alle reichte. Der Wirt war überglücklich und bot seiner Köchin als Belohnung das blaue Band an. Die Köchin aber meinte, sie brauche kein blaues Band, aber man könne das Schnitzel in Zukunft so nennen. So soll das Schweinsschnitzel Cordon bleu entstanden sein. Dies deckt sich auch mit dem Hinweis von Hans U. Christen, der allerdings einen Walliser Koch und nicht eine Köchin als Urheber nannte.

Seit 2018 wird in Brig anlässlich des jährlich stattfindenden Alpenstadtfests die Erfindung des Cordon bleus zelebriert.

Zur Zubereitung werden zuerst zwischen zwei kleine, dünne Schnitzel oder in die eingeschnittene Tasche eines dickeren Schnitzelstücks eine Scheibe Emmentaler-, Greyerzer-, Appenzeller-, oder Raclettekäse und magerer Kochschinken gelegt. Die Ränder werden durch Zusammendrücken verschlossen. Anschließend werden die Schnitzel mit Mehl, Ei und Paniermehl paniert und in Fett (z. B. Butterschmalz) ausgebacken. Der Käse schmilzt durch das Braten und verleiht dem Cordon bleu den typischen Geschmack. Auf gleiche Weise lassen sich auch Schweineschnitzel oder Geflügelbrust zubereiten.

Regional gibt es unterschiedliche Bezeichnungen für ein „Schnitzel Cordon Bleu“. So wird diese Art der Zubereitung in Kroatien als Zagreb-Schnitzel bezeichnet.

Am 9. Februar 2012 entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart, dass in einer Puten-Formschnitte „Cordon bleu“ nur Schweineschinken und echter Käse verarbeitet sein dürfen. Bei Verwendung von Putenschinken und Schmelzkäse darf die Speise nicht als „Cordon bleu“ bezeichnet werden.

Robert Sedlaczek bemerkt zum Gordon bleu in Österreich, dass diese Schreibweise gewählt wird, um einer korrekten Benennung Cordon bleu vom Schwein, analog zum Wiener Schnitzel, auszuweichen, da im Östereichischen Lebensmittelbuch ausdrücklich vermerkt sei, dass ein Cordon bleu nur vom Kalb sein darf.

E Guete

Absage Fasnachtsbummel 2020

Liebi Räppli

Die aktuelle Situation rund um den Coronavirus und die damit verbundenen und getroffenen Massnahmen lassen uns leider keinen Handlungspielraum. Wir müssen den Bummel 2020 der Guggemuusig Räpplischpalter gezwungenermassen Absagen.

Wir vom Bummel OK bedauern dies wirklich sehr. Der Bummel wird nicht verschoben.

Es grüsst das Bummel OK

E Bangg

Do letschti sait dr Pit zu mir, ganz fin und zart
und flüschteret mir ins Ohr uf sini eige Art
Hösch Digge, dä Fisch dä macht mi langsam richtig Grangg
drum sali zämme, do bini, eyre Räpplibangg

E sone Sujetsitzig und das het si Grund
goht mit Disgutiere logger mol 3 Stund
nur bi uns Räppli isch die Gfohr sehr glai
mir hän e Vorschlag, guet und scho kasch wieder hai

E glaine Nochtrag hani no zum letschte Värs
i ha e bitt an Di und leg dr’s jetzt ans Härz
liebe Sven blib s’nägscht Joor eifach nur ruhig stoh
denn könne mir nomol e Stündli friehner goh

Mir hänn do eine, jo das isch e ganz e schlimme
i glaub mir mien das Kärli no e bitzli trimme
doch vorhär mien mir ihn ganz wichtig umsveregge
dr Schill wo uf em WC pfuust ganz fin go wegge

Jä mit em Pät, dass sag i eych do hämmer s’Gschängg
dä lieferet Material fyr daussig Schnitzelbängg
nur jedesmol wenn ich dr Käller due ufmache
hoff ich är liggt nit uf em Tisch und isch am Bache

Zwei vo de Suusispiiler hän e Gsöff sehr gärn
e soone Mixgetränk, dass isch jo hüt modärn
nur so wie die zwai das vernichte frog ich sträng
ob die bi dr Jacky oder Cola Aktie hän

Zem Schluss hani no e kurze und ganz e schnälle
är handlet vommene Bächli und vonere Forälle
nei chum mir lön das jetzt sunsch duet ein aafo toobe
drum sali zämme, i wintsch eych no e scheene Oobe

Interview Radio Basilisk vom 30.01.2020

Das Radio Basilisk interviewte unseren Vize Präsidenten, Markus Schwyter am 30. Januar 2020. Hier kommt es nochmals zum nachlesen:

Woher kommen eigentlich die besten Guggen der Region?

Hier gibt es nur eine richtige Antwort: Aus dem Kleinbasel. Nein im Ernst. Das Guggenniveau hat sich in der jüngsten Vergangenheit stark verbessert. Es sind keine Musikvereine, aber doch schon fast….smile. Die Arrangements wurden verfeinert und professionelle Noten sind vorhanden. Das sind massgebende Punkte für diese Verbesserung.

Wo siehst du den Unterschied zwischen euch und den Bieranjas, die auch am Charivari auftreten?

Hier ein Vergleich zu ziehen ist doch sehr schwierig. Die Formation „Bieranjas“ ist eine Combo mit gelernten Musikern welche vor allem Bühnenshows präsentieren. Wir präsentieren die Basler Fasnacht mit Amateurmusikern. Einige unserer Aktivmitgliedern haben vor dem Wechsel zu uns noch kein Instrument beherrscht, höchstens evtl. die Blockflöte in der Primarschule. Wir haben aber das Glück einen Musikfachmann in unseren eigenen Reihen zu haben, welcher mit der notwendigen Geduld jedem etwas bei bringen kann.

Gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen den Guggen aus BS oder BL? Sofern es einen gibt?

Ja, im Vordergrund steht die Larve welche nicht überall im Baselbiet getragen wird. Manche Guggen bemalen ihr Gesicht, was in Basel nicht gerne gesehen ist. In Basel leben wir die Traditionen der Basler Fasnacht welche unlängst ins Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Dies alleine spricht schon für diese wunderschöne Tradition vom Kostüm und der Larve.

Was sind eure Hits, die ihr am Charivari zum besten geben werdet? Gibt es BS-Guggen-Klassiker?

Wir werden Hits aus den 30er / 80er und mehr oder weniger aktuellen Zeit spielen. Mehr verraten wir nicht. Aus älteren Zeiten kennen wir sicher den Fischer von San Chuan oder Tornero. Heute versucht man aktuelle Lieder, gut Arrangiert ins Repertoire aufzunehmen.

Welche Vorbereitungen stehen noch an?

In der Vorbereitung haben wir extra eine Bühne angemietet um das Charivari-Feeling zu erhalten. Dort haben wir den Auftritt mit der Larve mehrfach geübt. Unmittelbar  stehen nun die Stellprobe, die Hauptprobe und die Generalprobe zum Charivari vor der Türe. Die Vorfreude und eine gesunde Nervosität auf die bevorstehenden Auftritte ist im Verein im Moment gut spürbar.

«Lepus in Capite»

«Lepus in Capite»

Mediziner stehen weltweit vor einem Rätsel. Im Kleinbasel, vor allem im Umkreis um den Claraplatz sind die ersten Fälle von «Lepus in Capite» oder zu Deutsch «Hase im Kopf» aufgetreten. Bei Fachmedizinern gehen die Meinungen stark auseinander, ob diese neu entdeckte Krankheit ansteckend ist. Anfragen bei der WHO blieben bis Dato unbeantwortet.

Durch das weltweit nur vereinzelte Fälle mit diesem Symptom aufgetreten sind, kann noch nicht von einer Epidemie gesprochen werden. Es empfiehlt sich aber, den Patienten mit Vorsicht entgegen zu treten und die betroffenen nicht unmittelbar auf die Krankheit anzusprechen.

Erst heute Abend wurde eine weitere Patienten mit dem mutierten Virus «Serpentibus perierunt in Capite» gesichtet. Diese erweiterte Form mit dem Namen «Schlangen im Kopf» oder in der Schulmedizin lapidar als «Medusa Syndrom» bezeichnet, erzeugt das gleiche Verhaltensmuster bei den betroffenen Patienten.

Da sich bis jetzt von Seiten der Fachmedizin niemand zu diesem Phänomen äussern will, steht es in unserer Verantwortung, Sie während dem Charivari auf dem laufenden zu halten um eventuelle Ansteckungen oder Epidemien zu vermeiden.

Das Geheimnis des Schlag-Batches

Was steckt hinter dem Geheimnis des Schlag-Batches?
Leider ist bis zum heutigen Tage aus der Chronik des Vereins nichts über diesen ominösen Batch ersichtlich und seinen Sinn wurde in der Vergangenheit auch nie erwähnt. Gerüchten zufolge, wie man es vereinzelt im Schlagregister hört, wurde dieses „Bhaltis“ einem Paukenspieler (Name der Redaktion bekannt) schon nach einer Fasnacht abgenommen. Der Grund dafür ist so schleierhaft wie auch der Sinn des Batches. Sein Ursprung ist bis heute unbekannt.

Insider der Schlagtruppe behaupten, dass dieser Batch magische Auswirkungen auf das musikalische Können und auch auf das Durchhaltevermögen während den „drey scheenschte Dääg“ haben solle.

Es ist auch nicht geregelt, zu welchem Zeitpunkt und für wie lange der Batch den Besitzer wechselt. Das Wissen über dieses Geheimnis ist nur wenigen Mitgliedern des Register vorbehalten. Alles in allem also ein Mysterium über ein kleines, bedrucktes Blech-Rondell dessen Bedeutung im dunkeln liegt.

Insider behaupten, man könne sich für diesen Batch bewerben. Nach welchen Auswahlkriterien der neue Besitzer gewählt wird ist bis zum heutigen Datum der Redaktion nicht bekannt.

Gerne werden wir Euch über diese Geheimnis weiter informieren und eventuell auch den neuen Besitzer bekannt geben.